Autor Thema: TV-Tipp: "Die Organ-Manager - Hektik zwischen Leben und Tod"  (Gelesen 1532 mal)

Offline Thomas Beßen

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Das EinsExtra-Thema: Organspende, eine Reportage am Samstag, 06.06.09 um 18:02 Uhr in ARD-exclusiv.

EinsExtra schreibt dazu:

"Die Mediziner Frank-Peter Nitschke und Axel Manecke arbeiten im Auftrag der "Deutschen Stiftung Organtransplantation". Sie sind Organspende-Koordinatoren. Wenn in ihrem Rostocker Büro das Telefon klingelt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie sind aber auch Anlaufstelle für die Emotionen von erfolgreich Transplantierten und deren Angehörigen. Ein Dutzend Briefe die Woche erreichen die Koordinatoren: Danksagungen mit der Bitte um Weiterleitung an die Angehörigen der verstorbenen Spender. "Das ist jedes Mal ergreifend", erzählt Frank-Peter Nitscke. "Aber letztendlich ist es das Sahnehäubchen unserer Arbeit." "Das sind Momente, in denen man durch die Hölle geht." Frank-Peter Nitschke steckt das Gespräch mit den Eltern noch immer in den Knochen. Bei einem Autounfall verlor das Ehepaar ihr drei Monate altes Baby - und Nitschke musste sie vom Sterbebett losreißen und die Frage stellen, ob Leber, Herz und Niere zur Transplantation frei gegeben werden: "Da heulst du Rotz und Wasser. Bei Kindern bleibt keiner trocken." Die Mediziner Frank-Peter Nitschke und sein Kollege Axel Manecke arbeiten im Auftrag der "Deutschen Stiftung Organtransplantation". Sie sind so genannte Organspende-Koordinatoren. Sechzig von ihnen gibt es bundesweit. Die Krankenhäuser in Deutschland sind seit zwölf Jahren verpflichtet, jeden Hirntoten an DSO zu melden.

Wenn im Rostocker Büro von Nitschke und Manecke das Telefon klingelt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Angehörigengespräche führen, die Entnahmen zu organisieren, Transport, Logistik, dazu ständiger Kontakt zu Eurotransplant. Die zentrale Verteilerstation im holländischen Leiden entscheidet, wo welches Organ hin soll. Bei Manecke und Nitschke laufen an solchen Tagen die Telefone heiß. Die Kliniken nehmen fast alles. Selbst leicht auffällige, angeschlagene, verfettete Organe werden heutzutage erfolgreich transplantiert. "Es sind einfach zu wenig da", wissen die beiden Organ-Manager. 45 Spenden waren es 2003 in Mecklenburg-Vorpommern, dem Einsatzbezirk der beiden. In diesem Jahr rechnen sie mit einer Verdoppelung der Spenden. "Wir bieten einen Service. Es muss immer schnell gehen", umschreiben sie ihren Job ganz sachlich. Beide sind bei den Entnahmen stets selbst dabei - verpacken, beschriften, verschicken. Manchmal fahren sie die Organe auch selbst zur Empfängerklinik."

Dauer: 28 Minuten, Quelle: http://www.ard-digital.de/index.php?id=10063&languageid=1&stationID=3508&eventID=102135815969

Freundliche Grüße!
Thomas Beßen





Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.